Rikis Tagebuch

10.04.2024

                 Hallo, ich bin Riki und du hast wohl mein Tagebuch entdeckt. ;)

Montag

Liebes Tagebuch!

Heute war wieder so einer meiner Tage, huii!

Angefangen hat alles damit, dass ich mich verrutscht habe!

Ich wollte zu Knödel – du weißt ja, meinem besten Freund – ich bin also gleich nach dem Frühstück in meinen Rutscheneingang gehüpft und wie üblich zuerst nach links, dann nach rechts und dann in den Looping gerutscht. Nach dem Looping kommt normalerweise eine lange Rechtskurve und dann landet man bei Knödel im Zimmer. Heute habe ich die Abzweigung verpasst und bin nach dem Looping in die falsche Richtung weiter.

Ja und dann ist die Vollkatastrophe losgegangen!
Ich bin direkt in der Müslischüssel der alten Schreckschraube Frau Gusela gelandet! 
Ihren Gesichtsausdruck kannst du dir bestimmt vorstellen.
Zuerst hat sie nur erschrocken geschrien, doch dann ist ihr Gesicht rot angelaufen.

So richtig dunkelrot!

Sie hat mich mit dem Löffel in der Hand aus ihrer Höhle gejagt. Das Doofe daran war nur, dass die Müslischüssel nicht von meinem Po herunterwollte. Versuch mal schnell zu laufen, wenn dein Po in einer Schüssel steckt. Das geht nun einfach wirklich nicht!

Ja und dann ging es weiter… der einzige Weg von Frau Guselas Höhle zu Knödel führt über den Marktplatz. Und ausgerechnet heute ist Wochenmarkt, wo das ganze Dorf zum Einkaufen ist.

Das ganze Dorf! Alle Jemmler aus Jemmlerhausen!

Weißt du wer mich als erster gesehen hat?
Winnie – mein großer Bruder. Das kann ich mir jetzt wieder ewig anhören!
Er hat so heftig zu lachen begonnen, dass er sich am Boden gekugelt hat.
"Ich helfe dir raus aus dem Ding", hat er geprustet.
Ja und weißt du wie er mir geholfen hat?
Ich musste mich nach vorne beugen und den Po hochhalten. So dass ihn alle sehen konnten.
Winnie hat dann getan, was wohl alle großen Brüder machen würden.

Er hat laut verkündet: "Meine Damen und Herren, ich präsentiere Ihnen den Müslischüsselpo!"

Dann hat er die Schüssel mit einem Hammer zerschlagen, meine Hand genommen, sie in die Höhe gehalten und mich zu einer Verbeugung gezwungen. Da war mein Kopf wohl gleich rot wie der von der alten Schreckschraube.

Danach habe ich es endlich zu Knödel geschafft, der nichts mitbekommen hat, weil er wieder einmal damit beschäftigt war ein außergewöhnliches Frühstück zu zaubern. Knödel möchte einmal Koch werden und versucht gerade neue Rezepte zu erfinden. Ich darf sie dann immer kosten. Seine letzte Spezialidee war ein Nutellabrot mit Essiggurken und Gummibärchen. Du kannst dir also vorstellen, wie sehr ich mich immer darauf freue.

Ich erzähle dir morgen, ob er diesmal wirklich etwas Gutes erfunden hat.

Pfiatiii, bis morgen.

Donnerstag

Liebes Tagebuch,

bitte entschuldige, dass ich so lange schon nicht mehr in dich hineingeschrieben habe. 
Dafür kann ich dir jetzt Knödels neueste Erfindung erzählen.

Er will ja Koch werden und hat eine, meiner jemmlerschen Meinung nach, totaaaaal geniale Idee! Wir zwei eröffnen zusammen eine Essenshöhle für alle Jemmler. Dort gibt es keine normale Speisekarte. Nein, nein, nein. In unserem Restaurant gibt es dann immer nur drei Gerichte.

Du kannst dir dein Essen aber nicht einfach bestellen, du musst es erwerfen.

Wir stellen fünf Schüsseln hintereinander auf. Jede Schüssel befüllen wir mit Wasser in einer anderen Farbe. Jede Farbe steht dabei für ein anderes Gericht. Danach musst du werfen und die getroffene Schüssel entscheidet, was du essen darfst.

Lila = Du bekommst eine Torte ins Gesicht geworfen.
Grün = Essiggurken mit Nutella
Gelb = Chips mit Ketchup
Blau = Toast mit Gummibärchen, Salami und Knoblauch
Orange = Du bekommst eine Schüssel Wasser ins Gesicht geworfen.

Ich freue mich schon auf das Gesicht der alten Schreckschraube, wenn sie die lila Schüssel trifft, hihi.

Übrigens nennen wir unsere Essenshöhle "Furzipups".
Gut, oder?

Pfiatiii 😊


Sonntag

Liebes Tagebuch,

heute war so ein toller Tag!

Heute bin ich mit Winnie, Knödel und noch ein paar anderen Jemmlerkindern bei Opa gewesen und er hat wieder mal eine seiner Abenteuergeschichten erzählt. Irgendwie war es diesmal ganz besonders schön, weil es draußen geregnet hat.

Deshalb hat uns Oma Kuscheldecken gegeben und Kakao gemacht. Außerdem haben wir ihre leckeren Kekse bekommen. Mmh die sind so schmackofatzig gut!

Opa hat sein Lied gesungen, das Opa Jemmler Lied, und danach zu erzählen begonnen. Das ist immer so magisch. Immer wenn Opa zu erzählen beginnt, tanzen die Flammen im Kamin zum Klang seiner Stimme. Das gefällt mir sooo gut.

Heute hat er uns von Poseidon, dem Gott des Meeres erzählt.

Stell dir vor, der Gott des Meeres hat meinen Opa um Hilfe gebeten!
Er solle mit ihm in die versunkene Stadt Atlantis kommen. Opa war natürlich sofort dabei, denn Poseidon enttäuscht man lieber nicht. Mein Opa hat eine Taucherausrüstung bekommen und ist mit ihm eine ganze Weile geschwommen, bis sie endlich ihr Ziel erreicht hatten: Atlantis!

Großvater hat gesagt, eine so wunderschöne Stadt hat er danach nie wieder gesehen. Und jetzt kommts: Er hat sogar echte Meerjungfrauen und Meermänner getroffen, kannst du dir das vorstellen???

Ich habe immer gedacht, die gibt´s eigentlich gar nicht …

Poseidon hat ihm die bunte, prachtvolle Stadt gezeigt und erklärt: "Menschen sind kurz davor diese atemberaubende Stadt zu entdecken. Schaffen sie es, so müssen alle Meermenschen ihr Zuhause verlassen. Menschen dürfen nichts davon erfahren, sonst zerstören sie alles!"

Gefinkelt haben Opa und Poseidon die Menschen getäuscht und durch ihre Hilfe ist es den Atlanten möglich gewesen, ihr Zuhause zu behalten.

Oh Mann … ich möchte auch so gern die Welt erkunden und solche aufregenden Abenteuer wie Opa erleben.

Darf ich dir was anvertrauen liebes Tagebuch? Du darfst es aber keinem verraten. Es ist mein aller größter Wunsch, so etwas Großartiges wie Opa zu erleben. Und danach möchte ich auch in Opas rotem Stuhl sitzen und meine Reisegeschichten erzählen, genau wie er.

Vielleicht passiert das ja, wenn ich es mir ganz fest wünsche?

Jetzt muss ich schlafen gehen … Mama hat schon zweimal in mein Zimmer geschaut und ich weiß nicht, ob ich es das dritte Mal auch schaffe, die Taschenlampe rechtzeitig auszuschalten, damit sie nicht bemerkt, dass ich noch nicht schlafe. Obwohl ich ja unter meiner Decke liege … naja ich leg dich mal lieber weg.

Bis morgen oder so.

Pfiatiii